FC Schalke 04  Leichtathletik
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Die Geschichte des Vereins – 1964

Das Jahr 1964 der Geschichte unseres Vereins, zusammengestellt von Gerd Peine.

Zur Übersicht der Vereinsgeschichte gelangt man hier.


9. Bericht 1964


Zeitungsauschnitt 20.01.1964
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Da in diesem Jahr die olympischen Spiele in Tokio stattfinden, gab es für die Leichtathletik nur eine kurze Hallensaison. Dabei waren auch Schalker Frauen und Männer.

Bei den Westdeutschen Hallenmeisterschaften am 19. Januar in Dortmund konnten unsere Frauen gleich dreimal die Wettkampfstätte als Siegerinnen verlassen, obwohl Gertrud Schäfer und Erika Pollmann fehlten. Doppelmeisterin wurde Wilma Wildemann.

Im 80-m Hürdenlauf siegte sie in 10,8 Sekunden. Überlegen gewann sie den Weitsprung mit 5,77 m. Den dritten Meistertitel eroberte Reinhild Nietmann im 400-m-Lauf in 58,6 Sek.



Walter Fähnrich?
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Von den Männern ging nur die 3 x 1000 m-Staffel in der Besetzung Fähnrich, G. Rostek, Faude an den Start. Über den 2. Platz im Vorlauf in 7:53,6 Min. erreichten sie den Endlauf.

Im Endlauf klappte es dann nicht mehr, da Günther Rostek sich als Startläufer verletzte und weit hinter dem Feld herlief. Daraufhin gab Walter Fähnrich als zweiter Läufer entmutigt auf.

Am 1. Februar fanden in Kiel die 11. Deutschen Hallenmeisterschaften statt. Vizemeisterin im Weitsprung wurde Wilma Wildemann mit 6,10 m. Es siegte die vielfache deutsche Meisterin Helga Hoffman mit der neuen deutschen Hallenbestleistung von 6,27 m.

Ebenfalls deutsche Vizemeisterin wurde Gertrud Schäfer im Kugelstoßen mit 14,90 m. Reinhild Nietmann belegte im 400-m Lauf in 59,5 Sek einen hervorragenden dritten Platz. Über 50 m erreichte Wilma Wildemann in 6,8 Sek. einen 5. Platz.



Zeitungsauschnitt 01.02.1964
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Aufgrund ihrer hervorragenden Leistungen bei den Deutschen Hallenmeisterschaften wurde Wilma Wildemann und Gertrud Schäfer in die Frauennationalmannschaft berufen und starteten am 14. Februar in Stuttgart gegen Polen.

Beide trugen wesentlich mit dazu bei, daß die deutschen Frauen mit 42:31 Punkten gewannen. Wilma Wildemann belegte im Weitsprung einen wertvollen 2. Platz mit 6,09 m. Ebenfalls auf den zweiten Platz kam Gertrud Schäfer im Kugelstoßen mit 14,71 m.

Westfälische Waldlaufmeisterschaften am 5. April in Witten. Zweiter der männlichen A-Jugend wurde Hans Günther Barthelt. In der Mannschaftswertung wurde er Westfalenmeister mit Jochen Bludau und Hartmut Erwin. Annerose Frey belegte einen guten zweiten Platz.

Eine Woche später sah Opladen die Westdeutschen Waldlaufmeisterschaften. Hier konnte sich H.-G. Barthelt klar durchsetzen. Er benötigte für die 3250 m lange Strecke 9:37 Min. Einen zweiten Sieg errang der B-Jugendliche Lothar Rostek. Er benötigte 5:56 Min. für die ca. 2000 m lange Strecke. Vierte wurde Annerose Frey.

Am 19. April wurden in Aßlar (Kreis Wetzlar) die Deutschen Waldlaufmeisterschaften ausgetragen. Nach hartem Kampf belegte Lothar Rostek knapp geschlagen den zweiten Platz. Eine dritten Platz belegte Annerose Frey über 1300 m bei den Juniorinnen.


Lothar Rostek mit Betreuer Holger Dirkes
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Einen großen Erfolg war der diesjährige Staffellauf „Quer durch die Hoeschanlage“. Zum ersten Mal konnten unsere Männer den begehrten Wanderpreis der Fa. Hoesch AG in ihren Besitz bringen. An diesem Sieg waren beteiligt. Faude (800 m), Czedzak (300 m), Stegmann (200 m), Schäfer (100 m), Schäferbartholt (200 m), H.Terdenge (300 m), Fähnrich (1000 m), Gauger (100 m), G. Rostek (400 m).

Gesprächsthema Nr. 1 in der Schalker Leichtathletikfamilie ist seit einigen Wochen unsere junge Sprinterin Erika Pollmann. Erika bringt ihre Leistungen auf der Sprinterstrecke mit einer Beständigkeit, wie sie nur Weltklasseläuferinnen eigen ist. Sie ist zur Zeit ohne Zweifel die beste Sprinterin in der Bundesrepublik.

Am 24. Mai siegte Erika bei DLV-Prüfungskämpfen in Krefeld über 100 m in 11,6 Sekunden und deklassierte dabei u.a. eine Weltklasseläuferin wie Jutta Heine ( ASV Köln). Sechs Tage später gewann sie beim Internationalen Sportfest in Menden die 100 m wieder in 11,6 Sekunden.

Einen weiteren Tag darauf siegte Erika über 200 m in persönlicher Bestzeit in 24,0 Sekunden vor einer britischen Läuferin und Jutta Heine. Das nächste Wochenende verbrachte Erika in Jugoslawien. Bei einem Sportfest in Zagreb lief sie über 200 m in 24,0 Sekunden einen überlegenden Sieg heraus.


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Die gesamte Spitzenklasse der Sprinterinnen des DLV war beim internationalen Frauensportfest in Münster am 14. Juni am Start.

Hier erzielte Erika ihren vorerst größten Erfolg. In einem bestechenden Lauf lief sie die 100 m in hervorragenden 11,5 Sekunden herunter und gewann vor der Ungarin Marko 11,6 Sekunden und Martha Pensberger 11,6 Sekunden.

Anschließend lief sie in der 4×100 m-Staffel. In der Besetzung Meyer-Rose, Pensberger, Rumpel und Pollmann lief die Nationalstaffel mit 45,5 Sekunden Weltjahresbestzeit.


Die Jugend-Westfalenmeisterschaften fanden am 4./5. Juli in Iserlohn statt. Hans-Günther Barthelt erfüllte alle in ihn gesetzten Erwartungen. Er wurde überlegen in 1:55,6 Min. Westfalenmeister über 800 m. Für einen zweiten Titel sorgte Hans-Josef Bludau. In ausgezeichneten 50,2 Sekunden sicherte er sich den Titel über 400 m.

Um eine dritte Meisterschaft wurde der FC Schalke 04 mit seiner Olympischen Staffel gebracht.


In Iserlohn disqualifiziert, in Köln Jahresbestzeit – von links: Jochen Bludau, Reinhold Schwarz, Trainer Rudi Flaßkamp, Hartmut Erwin, Hans Günther Barthelt
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Er siegte zwar überlegen mit 3:34,7 Min., aber der dritte Mittelstreckenlauf von Jochen Bludau an einem Tag zog die Disqualifikation nach sich. Voller Ehrgeiz durch das Mißgeschick startete die Staffel am 12. Juli bei einem Abendsportfest in Köln. Mit 3:31,9 Min. gab es eine neue deutsche Jahresbestzeit.

Am 11. und 12. Juli bei den Westfalenmeisterschaften der Männer und Frauen in Münster errangen unsere Frauen drei Titel. Erika Pollmann siegte im 100 Lauf in 11,7 sek. Reinhild Nietmann im 400 m Lauf in 57,6 sek. und die 4 x 100 m Staffel in 49,7 sek. Dritte Plätze belegten Anne Flaßkamp im Speerwurf mit 39,12 m und Annerose Frey im 800 m Lauf in 2:22,9 Min.

Auch die Männer belegten gute Plätze. Dietmar Schäfer wurde Zweiter im Hammerwerfen mit 53,72 m. Vierte Plätze erreichte die 4 x 400 m Staffel mit Fähnrich, Schulz, Faude und Rostek in 3:16,5 Min. und die 4 x 100m Staffel mit Gauger, Terdenge, Stegmann und Schäferbartholt in 44,2 sek. Dagobert Herrmann wurde Vierter im Diskuswerfen mit 40,40 m.


Anne Flaßkamp 3. Platz in Münster
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Am 18./19 Juli wurde die Reihe der Meisterschaften mit den Westdeutschen Jugendmeisterschaften in Wissen/Sieg fortgesetzt. Hans-Günther Barthelt versuchte sich nach seiner Westfalenmeisterschaft über 800 m diesmal auf der 1500 m-Strecke. Er siegte hier in der ausgezeichneten Zeit von 4:01,3 Minuten. In persönlicher Bestzeit von 50,0 Sekunden über 400 m belegte Jochen Bludau den dritten Platz.

Austragungsstätte der Westdeutschen Meisterschaften der Männer und Frauen war am 25./26. Juli das Grugastadion in Essen. Westdeutsche Meisterin wurde Erika Pollmann mit einem überlegenen Sieg in 11,6 Sekunden über 100 m.


25./26. Juli 1962 Essen, von links. Reinhild Nitmann, Erika Pollmann, Anne Flaßkamp, Brigitte Lücking
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Die 4 x 100-m-Staffel belegte in der Besetzung Lücking, Pollmann, Flaßkamp und Nietmann in 48,2 Sekunden hinter dem SSV Köln und dem Wuppertaler SV einen ausgezeichneten dritten Platz.

Auf den dritten Platz über 400 m kam Reinhild Nietmann in 57,3 Sekunden. Die 4 x 400-m-Staffel erlief mit Walter Fähnrich, Günther Rostek, Helmut Walter und Jürgen Faude in 3:19,9 Minuten einen vierten Platz, was neuen Kreisrekord bedeutete. Dietmar Schäfe erreichte im Hammerwerfen einen fünften Platz mit 53,83 m.

Die 23. Deutschen Leichtathletik-Jugendmeisterschaften fanden vom 31.7– 2.8. in Fulda statt. Über 800 m belegte Hans-Günther Barthelt trotz persönlicher Bestzeit in 1:55,1 Minuten nur den fünften Platz.

Bei den am gleichen Wochenende ausgetragenen Westdeutschen Juniorenmeisterschaften überzeugte erneut Günther Rostek. Mit 48,7 Sekunden wurde er Juniorenmeister über 400 m. Etwas enttäuschend war der vierte Platz von Annerose Frey über 800 m in 2:23,9 Minuten.


Günther Rostek
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Der erste Höhepunkt in der diesjährigen Leichtathletik-Saison waren die Deutschen Meisterschaften vom 7. – 9. August im herrlichen Rund des Olympiastadion in Berlin.

Erika Pollman war die große Favoritin für die 100 m und die 200 m. Nach Siege im Vorlauf ( 11,8 Sek.) und Zwischenlauf ( 11,7 Sek.) erreichte sie den Endlauf. Leider reichte es nur zum zweiten Platz in 11,7 Sekunden hinter Renate Meyer-Rose. (11,6) Nun lagen Erikas ganze Hoffnungen auf der 200- m-Strecke. Ihren Vorlauf hatte sie in 24,6 Sekunden gewonnen.


Siegerehrung 200m 1964, von links: Erika Pollmann, Martha Pensberger, Jutta Heine, Gaiser, Kirsten Roggenkamp
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Im Endlauf kauerten sich von innen nach außen: Erika Pollmann, Martha Pensberger, Jutta Heine, Johanna Gaiser, Kirsten Roggenkamp, Heidrun Bujak.

Nach einem Fehlstart von Jutta Heine klappte es dann beim zweiten Versuch. Erika lief in der Kurve ein starkes Rennen. Mit Vorsprung kam sie auf die Zielgrade und siegte sehr klar in 24,1 Sekunden vor Pensberger (24,3).

Blendend in Form war auch Reinhild Nietmann. In persönlicher Bestzeit von 56,4 Sekunden erkämpfte sie sich den dritten Platz. Anne Flaßkamp belegte im Speerwerfen den 10. Platz mit 40,34 m.


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Artikel

von Gerd Peine am 27.02.11 in Verein

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